| Verstärker bleiben im Keller |
| Geschrieben von Marler Zeitung | |
| Montag, 10 Juli 2000 | |
KONZERT: Mit Irish Folk vom Feinsten begeistern die "Rabies" im Café Schmiede nicht nur ihre FansZurück zu den Wurzeln, oder wie der Brite sagt: Back to the roots. Frei nach diesem Motto sorgten die "Rabies" (dt. Tollwut) am Samstag für ausgelassene Stimmung im Café Schmiede. Wie zuletzt 1994 im Recklinghäuser "Mephisto" packten die sechs Musiker ihre Klampfen aus, Verstärker und Snaredrums blieben hingegen im Keller. Ganz akustisch ging die Irish-Folk-Formation dies Mal zu Werke - für viele, die das aktuelle Programm schon in- und auswendig kennen, eine ganz neue Erfahrung. Schließlich hat sich die Band seit ihrer Gründung, die übrigens auf irischem Boden stattfand, ein beachtliches Repertoire erarbeitet.
Gemeinsam meisterten die Musiker auch die eine oder andere Panne: Nachdem sich die Regenwolken über dem Biergarten verdichteten, wurde das Konzert kurzerhand in die Kneipe verlegt. Und auch der Stromausfall, der die Lautsprecher zeitweilig erstummen ließ, konnte die Rabies nicht schocken: Zur Begeisterung der Zuhörer, die sich vor der kleine Bühne drängten, spielten sie munter weiter. Wer beim nächsten Konzert lautstark mitfeiern will, findet unter der Internet-Adresse www.rabies-online.de übrigens sämtliche Songtexte und viele Infos rund um die Band -BMH |


Die Bandbreite reicht von melancholischen Traditionals wie "Foggy dew" bis zu Gassenhauern a là "Whiskey in the jar". Auf eine Hand voll eigener Texte können die "tollwütigen" Freunde ebenfalls verweisen. Dabei macht gerade die fröhliche Mischung aus dröhnender Blues Harp, glasklarer Tin Whistle und fetzigen Trommeln richtig Lust, mitzufeiern.