Ohrwürmer in einem zeitgemäßen Gewand
Geschrieben von Marler Zeitung   
Dienstag, 02 März 1999

KONZERT: "Rabies" versetzen Irish Folk mit klassischen Rock- und Punkelementen

Man könnte den "Rabies" durchaus den Vorwurf machen, sie seien keine Iren - und auch nicht die erste Band, die Irish Folk mit klassischen Rock- und Punk-Rhythmen versetzt.

Aber immerhin hat sich die Combo während eines Urlaubs in Irland gegründet. Ihren Namen gaben sich die "Rabies" (zu deutsch: Tollwut) übrigens in Anlehnung an eine große Tollwut-Kampagne der britischen Inseln. Am Samstag abend lockten sie nun einige Dutzend Folk-Fans ins "Café Schmiede".

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Frontmann der Revier-Formation ist Sänger Karsten Fechner, der den Songs mit seiner Tin Whistle, einer irischen Metallflöte, den typischen folkigen Klang verpaßt. Seitdem Gitarrist Sebastian Gerdes zu den "Rabies" gestoßen ist, kann die Combo auch wieder auf Denis Wildschütz und seine Mandoline zurückgreifen. Abgerundet wird die Besetzung mit Bassist Benedikt Schwarz, Stefan Schlautmann an der Blues Harp und Drummer Frank Peter.

So vielschichtig das Publikum der Konzerte ist, so abwechslungsreich sind auch die Songs. "Wir schnappen uns ohrwurmverdächtige irische Traditionals und verpassen ihnen ein zeitgemäßes Gewand", beschreibt die Band ihren Stil: "Nicht ganz so rauh wie die "Pogues" und nicht ganz so weichgewaschen wie "Paddy goes to Holyhead".

In letzter Zeit konzentriere man sich jedoch verstärkt auf "Selbstgemachtes": Bisher können die "Rabies" auf zehn eigene Songs verweisen. Einige Cover-Versionen, etwa von Irlands Trinkergott Shane MacGowan oder Tom Sands, runden das vielseitige Repertoire ab.

Frank Bergmannshoff

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