Fünf Iren aus Passion
Geschrieben von Cocktail   
Donnerstag, 29 Mai 1997

Die "Rabies" bringen frische Brisen von der grünen Insel

Fünf musikbegeisterte Recklinghäuser Jungs bringen frischen Wind aus Irland in die heimische Szene. Mit rockig aufgemotzten Traditionals, eigenen Kreationen, Coverversionen und klassischen Folkballaden sind die "Rabies" zur Zeit auf Konzertpodien im Kreis zu Gast.

Rabies Pressefoto
Foto: Rabies
Vor drei Jahren während einer Irland-Reise schlug die Geburtsstunde der "Rabies". Angesteckt von der stimmungsvollen irischen Musik und der urigen Atmosphäre taten sich die jungen Musiker zusammen. In der Hafenstadt Cork ließen sie sich nicht nur von der irischen Folklore inspirieren. Direkt aus dem Urlaub nahmen sie auch ihren Bandnamen mit nach Hause.

Die Anti-Tollwut-Kampagne der britischen Regierung, die mit dem Slogan "It's this easy to pick up rabies" warb, wollte nicht so recht zum Straßenbild passen, in dem sich höchst seltsam anmutende Hunde zuhauf tummelten. Als Reaktion auf den eigenwilligen Anblick wurde die neue Band der drei Reisegefährten kurz "Rabies" getauft.

Vor einem Jahr wurde aus dem Trio ein Quintett, das sich bei Kneipenkonzerten bereits eine kleine Fangemeinde geschaffen hat. Karsten Fechner (Gesang, Tin Whistle, Bodhran), Denis Wildschütz (Gesang, Gitarre), Benedikt Schwarz (Baß), Stefan Schlautmann (Harp, Gesang) und Frank Peter (Schlagzeug) präsentieren eine temperamentvolle Mischung zeitgemäßer Folkmusik. Die unterschiedlichen Geschmäcker der fünf Bandmitglieder bringen nicht nur Abwechslung in den Probenalltag, sondern auch Vielfalt ins Programm.

Gerade waren die fünf im Recklinghäuser "Mephisto" live zu erleben. Mehrere Konzerttermine stehen für die nächsten Wochen bereits fest. Highlight im Konzertprogramm soll in diesem Jahr der Auftritt beim Hertener Folk-Festival werden. Mit ihrem frisch produzierten Demo-Band fanden die fünf Folkfreaks aus dem Vest auf Anhieb Anklang beim Veranstalter des Traditionsfestivals.

Und eins können die fünf allen Musikfans garantieren. Sich mit dieser Art von Tollwut anzustecken, ist zwar leicht möglich, aber für den Infizierten auf jeden Fall völlig ungefährlich.

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